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▷ Glücksspielstaatsvertrag: bwin-Muttergesellschaft GVC unterbreitet Vorschläge für …

3. Dezember 2019 Politik


03.12.2019 – 10:27

GVC Holdings PLC

London/Wien (ots)

   - Zulassung von Online-Casino und Sportwetten lenkt Umsätze in 
     kontrollierten Markt
   - Lizenzierte Angebote müssen für Nutzer attraktiv und 
     wettbewerbsfähig sein 

GVC Holdings PLC, eines der weltweit größten börsennotierten Gaming-Unternehmen und Muttergesellschaft des führenden deutschen Sportwettenanbieters bwin, hat anlässlich der Beratungen der Länder zu einem neuen Glücksspielstaatsvertrag seine Vorschläge für eine zukunftsfähige Ausgestaltung der Glückspielregulierung in Deutschland unterbreitet. Das Unternehmen begrüßt Überlegungen im Kreise der Landesregierungen, in Deutschland zukünftig neben Sportwetten auch Online-Casinospiele zuzulassen. An ihnen beteiligen sich hier heute schon Nutzer mit Einsätzen in Höhe von vielen Milliarden Euro. Das Unternehmen warnt vor einer weiteren Verdrängung dieser Nutzer in den gänzlich unkontrollierten Schwarzmarkt, wenn der neue Glücksspielstaatsvertrag sich nicht hinreichend an ihren Bedürfnissen ausrichtet.

Dr. Martin Lycka, Director of Regulatory Affairs bei GVC: „GVC teilt das Ziel der Glücksspielregulierung der Länder, möglichst viele Einsätze hin zu regulierten und staatlich kontrollierten Anbietern zu lenken. Um dies zu erreichen, ist die Zulassung eines attraktiven lizenzierten Angebots von Sportwetten und auch Online-Casinospielen alternativlos. Nur wenn alle Umsätze transparent sind und die Anbieter eng mit den Behörden kooperieren, können Spielerschutz und Suchtprävention effektiv gewährleistet werden. Damit dies funktioniert, müssen die Länder sowohl den Bedürfnissen der Nutzer als auch den technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der Anbieter Rechnung tragen. Wenn lizenzierte Angebote im Wettbewerb nicht attraktiv sind, weichen die Nutzer unweigerlich auf vermeintlich attraktivere Angebote im Schwarzmarkt aus. Dort ist die Einhaltung von Spielerschutz, Suchtprävention sowie der Schutz vor Manipulation, Betrug und Geldwäsche praktisch unmöglich. Die Chance, diesen Missstand zu ändern, sollten die Länder mit ihrem neuen Staatsvertrag nutzen.“

GVC spricht sich dafür aus, mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag, der durch die einzelnen Landtage beschlossen werden muss, insbesondere Rahmenbedingungen festzulegen, da er nur in einem sehr aufwendigen und langen Verfahren angepasst werden kann. Die konkrete Ausgestaltung und Anpassung von Detailregelungen sollte dann auf Behördenebene erfolgen. Diese könnte die Ausgestaltung der Regulierung entsprechend der weiteren technologiegetriebenen Marktentwicklung und des sich wandelnden Konsumentenverhaltens jeweils sehr schnell und mit geringem Aufwand anpassen. Lycka: „Die Digitalisierung führt auch im Glücksspielmarkt zu einer hohen Dynamik. Ein unflexibler Regulierungsrahmen, der keine Anpassung auf Veränderungen erlaubt, hätte nur eine kurze Halbwertzeit und wäre nicht zukunftsfähig. GVC begrüßt daher die Schaffung einer zentralen Regulierungsbehörde, die über Verordnungen die konkrete Ausgestaltung der Glücksspielregulierung auf Basis einer kontinuierlichen Marktbeobachtung konkretisieren und bei Bedarf anpassen könnte.“

Eine attraktive Produktvielfalt sichert die Wettbewerbsfähigkeit des regulierten Marktes und stärkt den Spielerschutz

GVC spricht sich für einheitliche Spielkonten aus, die alle Spielformen, sowohl Sportwetten als auch Online-Casinospiele, bei einem Anbieter ermöglichen und integrieren. Nutzer informieren sich und vergleichen online verfügbare Angebote. Das schließt auch Produktrestriktionen bei der Spieldauer und mögliche Einsatzhöhen ein. Jede Limitierung ihrer Möglichkeiten bei lizenzierten Anbietern bedeutet für sie eine Einschränkung und erhöht damit automatisch die Attraktivität von Schwarzmarktanbietern, die weiterhin alle Angebote aus einer Hand ohne Restriktionen anbieten werden. Das gleiche würde bei einem Rückfall in das frühere staatliche Glücksspielmonopol geschehen, das bereits schon einmal gescheitert ist und den erhofften Kanalisierungseffekt der Einsätze hin zu den staatlichen Angeboten aus diesem Grund verfehlt hatte.

In der digitalen Welt kann den berechtigten Schutzinteressen der Spieler besser als durch starre Restriktionen des Produkts Rechnung getragen werden. Im Onlinemarkt sind Produktrestriktionen zudem aus Sicht des Spielerschutzes kontraproduktiv, weil das sonst vollkommen transparente Spielverhalten dann nicht mehr über alle Angebote hinweg erfasst werden kann. Im digitalen Glücksspiel werden von seriösen Anbietern schon heute alle Nutzeraktivitäten kontinuierlich gemonitort und dokumentiert und sind gegenüber den Behörden transparent. Zudem können hier effektive und moderne Verbraucherschutzinstrumente zur Prävention und Unterbindung von problematischem Spielen eingesetzt werden. So setzt GVC bereits heute bei allen seinen Angeboten umfassende Spielerschutz-, Anti-Geldwäsche- und Anti-Betrugsmaßnahmen um. Dazu zählen unter anderem die lückenlose Analyse des Spielverhaltens auf Gefährdungsmerkmale, die in einem mehrstufigen Kommunikationsprozess mit den Nutzern von Warnhinweisen bis hin zu Kontensperrungen führen kann. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit zu selbstgewählten Auszeiten, einem Selbstausschluss oder Einsatzlimits. Jeder Spieleinsatz kann zudem über einen Safe-Server abgewickelt werden, der der permanenten Kontrolle der staatlichen Aufsichtsbehörden unterliegt. Dies ist beispielsweise in Schleswig-Holstein bereits seit Jahren eine bewährte Praxis.

Limits müssen selbstgesetzt sein und sich an der Bonität orientieren, damit sie ihre Ziele wirksam erreichen

GVC spricht sich für Individuelle, von Nutzern selbstständig festgelegte und anpassbare Einzahlungslimits bei der Erstregistrierung aus. Sie sollten flexibel nach oben wie unten an Veränderungen des Risikoprofils und der Bonität angepasst werden können. Eine solche Regulierung respektiert die Entscheidungsfreiheit der mündigen Nutzer, berücksichtigt ihre individuelle Bonität, ist verhältnismäßig und zahlt wirksam auf die staatlichen Schutz- und Kontrollziele ein. Pauschal festgelegte, starre und anbieterübergreifende Einzahlungslimits bedeuten hingegen eine starke Einschränkung selbstbestimmter Entscheidungen, die von einer Mehrheit der Nutzer ohne problematisches Spielverhalten nicht akzeptiert würde. Gerade für Online-Casinospiele sind zusätzliche Einsatzlimits unverhältnismäßig, da hier – anders als im stationären Bereich – die Limitierung über das individuelle Spielerkonto wirkungsvoll möglich ist.

Verifikationsprozesse müssen umsetzbar und kundenfreundlich sein

Verifikationsanforderungen wie die Abfrage und Überprüfung von Kundendaten sind erforderlich. Aber sie müssen auch zukünftig verhältnismäßig sein, Nutzer müssen sie mit überschaubarem Aufwand ohne Medienbruch durchlaufen und Anbieter technisch umsetzen können. Der Aufwand bei diesem sogenannten „Know-Your-Customer-Prozess“ (KYC) sollte die entsprechenden Anforderungen aus dem Finanzbereich auch zukünftig nicht deutlich übersteigen. Anderenfalls würde die Nutzung lizenzierter Angebote unattraktiv und von den Nutzern nicht akzeptiert. Sie würden die Authentifizierungsprozesse abbrechen und sich solchen Schwarzmarktangeboten zuwenden, die eine schnelle und leichte Registrierung ermöglichen. So klagen die Landeslotteriegesellschaften nach dem Evaluierungsbericht des Landes Hessen schon heute über Abbruchquoten bei der Registrierung nach dem derzeitigen Glücksspielstaatsvertrag von 50 bis 70 Prozent.

Vor dem Hintergrund, dass sich auch die KYC-Technologien und ihre Rahmenbedingungen stetig weiterentwickeln, plädiert GVC für einen intelligenten Rechtsrahmen, der die Basis für eine flexible spätere Ausgestaltung spezifischer Verifikationsmaßnahmen durch die damit betrauten Behörden schafft. Dies würde die fortlaufende Anpassung an neue technologische Entwicklungen erlauben.

Über GVC Holdings PLC:

GVC Holdings PLC ist ein führendes, global tätiges und börsengelistete Gaming Unternehmen. Die Aktien von GVC Holdings PLC (LSE: GVC) notierten von 2004 bis zum 1. Februar 2016 am Alternative Investment Market der Londoner Börse (AIM). Am 1. Februar 2016 hat GVC die bwin.party digital entertainment plc. übernommen und ist seit Februar 2016 am Main Market der Londoner Wertpapierbörse gelistet. Am 28. März 2018 hat GVC die Ladbrokes Coral PLC Gruppe übernommen und ist damit eines der größten börsennotierten Gaming-Unternehmen weltweit.

Das Unternehmen ist ein führender E-Gaming Anbieter sowohl im B2C als auch im B2B Markt. GVC bietet die vier Haupt-Produktbereiche Sportwetten, Poker, Casino und Bingo an und hält hier jeweils führende Marktpositionen, unter anderem mit etwa 4 Milliarden Euro Sportwettenumsatz pro Jahr. Zu ihren wichtigsten Marken zählen bwin, Ladbrokes, Coral, Sportingbet und partypoker. Die Gruppe hat ihren Hauptsitz auf der Isle of Man und ist weltweit mit über 28.000 Mitarbeitern sowie 18 Niederlassungen auf fünf Kontinenten vertreten. GVC hält Lizenzen in über 20 Ländern, u.a. in Australien, Belgien, Frankreich, Irland, Italien, Deutschland (Schleswig-Holstein), Spanien, Malta, Dänemark, Großbritannien, Rumänien, Bulgarien, Südafrika und den USA.

Als börsennotiertes Unternehmen ist GVC Mitglied des FTSE 250 Index, in dem Unternehmen vertreten sind, die weltweit anerkannte Standards im Bereich Corporate Responsibility erfüllen.

Weitere Informationen zu GVC finden Sie auf www.gvc-plc.com.

Weitere Informationen finden Sie auf der deutschen und englischen Website der Gruppe www.gvc-plc.de und www.gvc-plc.com

Pressekontakt:

Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
Tel: +49 89 99249620
office-de@schultz-kommunikation.com

Original-Content von: GVC Holdings PLC, übermittelt durch news aktuell



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